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Linker Schanigbachfall // Goldberggruppe // Tauerntal


Tourengebiet: Mallnitz
Ausgangsort: Mallnitz (1191m)
Schwierigkeit: WI 3+
Hm. Eisfall: 700m
Höhe Einstieg: 1600m
Exposition: Nordost
Zustiegszeit: 1h bzw. 30min
Hm gesamt: 400Hm
Eisaufbau: immer
Material: Eisausrüstung inkl. vieler Abalakovschlingen für den Fall eines Rückzugs
Erstbegeher: unbekannt
Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Stockerhütte (1.320m) bei der Mautstelle bzw. Parkplatz (1.680m) unterhalb der Jamnigalm am Ende der Mautstraße; beides im Mallnitzer Tauerntal

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Skizze
Übersicht
ANREISE // Von Spittal über die B106 nach Obervellach, hier über die B105 nach Mallnitz. Im Ort Mallnitz ins links Tauerntal einbiegen und und bis zum Parkplatz der Stockerhütte fahren. Hier parken. Alternativ weiter der Mautstraße bis zu ihrem Ende folgen und auf dem Parkplatz parken.

ZUSTIEG // Vom Parkplatz bei der Stockerhütte nach Süden über die Brücke und dem Wanderweg west- und bergwärts Richtung Jamnigalm bis auf Höhe des Eisfalls folgen. Hier 50m Richtung Eisfall zu einem Hochstand queren. Dort sehr steil 40Hm bergab in den tief eingeschnittenen Graben direkt zum Beginn des Eisfalls (evtl. kann weiter unten flacher in den Graben gequert werden). Zum Hochstand gelangt man auch vom Parkplatz unterhalb der Jamnigalm, indem man zunächst dem Wanderweg Richtung Jamnigalm 50Hm bergauf folgt. Bei der Abzweigung des Wanderwegs Richtung Stockerhütte/Mallnitz (links) folgt man diesem etwa 100Hm abwärts bis auf Höhe des Eisfall bzw. Hochstandes. Hier weiter wie oben.

CHARAKTER // Wie die meisten Eisfälle im Mallnitzer Tauerntal ist im Besonderen der Linke Schanigbachfall kein durchgehender Eisfall im eigentlichen Sinn, sondern führt durch eine Rinne bzw. Schlucht. Dadurch wechseln Gehpassagen und Eisaufschwünge ständig einander ab. Dabei legt er jedoch eine beachtliche Strecke über insgesamt 400 Hm zurück, so dass der Eisfall trotz der Gehpassagen und der vergleichsweise geringen Schwierigkeiten nicht zu unterschätzen ist.
Er ist in gewisser Weise das hochalpine Pendant zum bekannten Strannerbachfall im Maltatal, erfordert jedoch aufgrund des hochalpinen Geländes und der bei Schnee hohen Lawinengefahr (der Fall liegt voll in einer Lawinenrinne!) wesentlich größere alpine Erfahrung.
Erwartet Euch einfach keinen durchgängig zu kletternden ausgesetzten Eisfall, dann ist der linke Schanigbachfall ein lustiges landschaftlich sehr schönes Unternehmen, das jedoch ausschließlich bei sehr geringer oder besser keiner Schneelage begangen werden sollte.

ABSTIEG // Am Ausstieg hält man sich nach rechts (Nordwesten) und quert die an dieser Stelle vergleichsweise flachen Hänge. Dabei durchquert man einen Graben und erreicht so einen zweiten Graben (“Schanigbach”). Über einen kleinen Rücken steigt man so weit wie möglich Richtung Graben bis zu einem Baum ab. Hier kann man 60m in den Graben abseilen (ein Absteigen ist zur Not auch möglich). Auf der anderen Seite des Grabens quert man aus diesem Richtung Norden (Jamnigalm) hinaus auf den bewachsenen Rücken. Eine etwas steilere Stelle wird oberhalb umgangen, dann steigt man den angenehm zu begehenden Rücken hinab und quert auf etwa 1700 m Seehöhe nach links zur Straße, die zur Jamnigalm führt. Über diese zum Parkplatz unterhalb der Jamnigalm bzw. bei der Stockerhütte.

 Bilder aus der Tour:

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