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Cima delle Cenge Diretissima // Cima delle Cenge - 2002mm // Westliche Julische Alpen


Tourengebiet: Tarvis
Ausgangsort: Raibl
Zustiegszeit: 2h30min
Anspruch: R3
Absicherung: alpin
Wandhöhe: 320m
Seehöhe: 1700m
Hm. gesamt: 1000Hm
Exposition: Süd
Schwierigkeit: 4+
Material: viele Sanduhrschlingen, 10 Expressschlingen, ev. Friends
Erstbegeher: H.Hupka, H.Klug, H. Stagl, 1913
Ausgangspunkt: Abzweigung zum Weissenbachtal (989m), Wegweiser Steig 625

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Skizze
Cima delle CengeCima delle CengeÜbersicht
ANREISE // Von Tarvis nach Raibl und weiter in Richtung Sella Nevea. Von Raibl kommend folgt nach dem Predil See eine lange Gerade. Diese endet mit einer scharfen rechts-links Kurve (30kmh Beschränkung). Direkt in der Kurve beginnt rechts der Steig 625 (Wegweiser). Rund 200m nach der Kurve gibt es links bei einem Holzlagerplatz genügend Parkmöglichkeiten.

CHARAKTER // Die Diretissima an der Südwand der Cenge ist vermutlich eine der schönsten Klettertouren in den westlichen Julischen Alpen. Das Gestein ist außergewöhnlich kompakt, da die Tour über  einen Wasserstreifen verläuft. Obwohl die Kletterei über weite Strecken senkrecht ist wird der obere vierte Grad nicht überschritten. Eine Besonderheit der Tour sind die unzähligen Sanduhren,  die in regelmäßigen Abständen einen soliden Sicherungspunkt bieten.
Vor allem wegen des anspruchsvollen Zu- und Abstiegs sollte die Tour nicht unterschätzt werden. Im Hochsommer kann es in der Südwand zeitweise recht warm werden!


ZUSTIEG // Vom Ausgangspunkt (989m) an der SS 76 folgt man dem markierten Steig 625 in das Weissenbachtal (Rio Bianco) bis zum Rifugio Brunner. Hier verlässt man den Steig 625 und folgt dem Steig in Richtung Vetta Bella (Schönkopf), der hinter der Hütte kurz leicht abwärts, durch einen kleinen Bach und anschließend ansteigend durch ein Latschenfeld führt. Dieser Steig ist gut ausgeprägt und markiert, jedoch nicht auf der Tabacco 019 Karte eingezeichnet. Wir folgen dem Steig und klettern kurz und leicht durch einen Kamin. Nach einem ausgeprägtem schrofigen Kar kommen wir zu einem Steinmann, der die schwach ausgeprägte Abzweigung nach rechts markiert. Ab hier wird der Weg etwas anspruchsvoller. Nach dem wir eine kleine Rinne teils absteigend queren folgen wir einem ausgesetzten Band in eine etwas breitere Schotterrinne. Diese wird gequert, anschließend geht es über steiles Schrofengelände (Steinmann) weiter. Es folgt eine unangenehme Stelle, ein kurzes aber sehr ausgesetztes Felsband, an dem man sich unter einem herausdrängenden Überhang vorbei schwindeln muss. Nach einem kurzen Anstieg im unteren 2. Schwierigkeitsgrad kommt man auf eine Scharte, hier ist ein Seilstück in eine Latschenwurzel geknotet. An dieser Stelle verlässt man den Steig und folgt nach ein paar Metern Abstieg einem gut ausgeprägten Felsband für rund 200 Meter. Nun ist man in der Falllinie des schwarzen Wasserstreifens, durch den die Tour führt und klettert über Schrofengelände bis zu Einstieg. 20m über dem Einstieg ist eine markante Riesensanduhr, durch die man später hindurchklettert, der Einstieg wird durch eine Sanduhrschlinge markiert.

ABSTIEG // Abstieg: nach der fünften Seillänge wird der kurze Gipfelaufbau üblicherweise im Auf- wie auch im Abstieg seilfrei begangen. Die Schwierigkeiten überschreiten kaum die Schwierigkeiten des Zustiegs. Anschließend wird über die Tour abgeseilt.

 Bilder aus der Tour:
Cima delle Cenge
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