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No pain no gain // Struca - 2464m // Steiner Alpen


Tourengebiet: Jezersko
Ausgangsort: Bad Eisenkappel/Kranj
Zustiegszeit: 4h
Anspruch: R3
Absicherung: alpin
Wandhöhe: 200m
Seehöhe: 2150m
Hm. gesamt: 1600Hm
Exposition: Südost
Schwierigkeit: 6+
Material: Ein Satz Cams 0,3-3, Satz Keile, 3-4 Haken (ein Weichstahlhaken/Lost Arrow obligat) 50m-Doppelseil.
Erstbegeher: Stefan Lieb und Katharina Lind 25.10.2013
Ausgangspunkt: Suhadolnik. Parkplatz oberhalb vom Gehöft Suhadolnik bei einer Lichtung.

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Skizze

Übersicht
ANREISE // Von Bad Eisenkappel nach Süden über den Seebergsattel nach Jezersko. Weiter die Straße etwa 10 km nach Süden folgen bis eine Schotterstraße scharf links abzeigt (direkt nachdem die große Straße den Fluss nach links überquert hat; kleiner Wegweiser Suhadolnik) Hierher auch von der anderen Seite von Kranj kommend. Nun die kleine steile Schotterstraße etwa 4 km hinauf (am Gehöft Suhadolnik vorbei) bis zu einer großen Lichtung. Hier parken. Ab Suhadolnik wird die Straße rauer, ist aber für normale Auto noch befahrbar. Wer sein Auto schonen möchte kann auch am Parkplatz knapp unterhalb von Suhadolnik parken ( ca. 30min längere Gehzeit).

CHARAKTER // Die Klettertouren an den Südwänden der Struca und Skuta sind ein bisschen kontrovers. Einerseits ist da der ewige Zustieg (4 Stunden ist nun wirklich nicht als kurz zu bezeichnen) und verbunden mit den Wandhöhen von 150-350m ein richtig schlechtes Klettermeter-Zustiegs-Verhältnis. Andererseits gibts da oben wohl die beste Felsqualität in den Slowenischen Alpen: sie ist einfach fantastisch! Das die der Zustiegszeit kann abgemildert werden, indem man entweder auf der Cojzova (Zustiegszeit von dort noch etwa 1h 40min) oder auf dem einzigartig schönen Bivak pod Grintovcem (45min zu den Wänden) schläft und einfach 2 Touren dort macht. Bei schönem Wetter ist so ein Wochenende dort wirklich wunderschön.
Die hier vorgestellte Tour gliedert sich nahtlos in die Reihe der Supertouren dort oben ein (klar, bei einer Erstbegehung ist man immer subjektiv). Der Fels ist bombenfest, die Kletterei sehr schön und die Linie logisch. Die Tour ist bis auf eine Stelle in der 5. Seillänge (Sicherung nicht weit weg, aber nicht wahnsinnig gut) ganz gut selbst abzusichern. Es ist halt ne Alpintour, aber keine Harakiriroute. Bis auf einen Haken in der 5. Länge wurden alle Haken belassen (6 Stück). Lohnt sich unbedingt trotz langem Zustieg. No pain no gain halt. Aber mit einer Übernachtung da oben hält sich das mit den Schmerzen auch in Grenzen.
Achtung: bei der Biwakschachtel gibt es kein Wasser!


ZUSTIEG // Vom Parkplatz kurz die Schotterstraße weiter folgen, etwa 50 m hinter der Lichtung jedoch bei Wegweiser nach rechts abbiegen. Den markierten Steig durch den Wald aufwärts folgen bis zu einer Rinne. Nun die Rinne ein Stück hinauf, dann links abbiegen. Den steilen Hang auf schmalem aber gutem Weg queren in safteres Gelände. Immer dem markierten Weg folgen bis zur Cojzova Koca (Übernachtungsmöglichkeit 1, etwaa 2h 15min). Nun links (nach Norden) den Hang hinauf Richtung "Grintovec/Skuta". nach etwa 150 Hm bei Wegweiser "Skuta" nach rechts abbiegen. Kurz den Weg hinauf, durch kleines Felstälchen und auf der anderen Seite steil hinab (etwa 100 Hm, kurz versichert). Nun wieder nach Norden dem Weg folgen hinauf bis zur Biwakschachtel (etwa 1h von der Hütte). Kurz hinab, dann den rechten Weg folgen Richtung "Planjava/Sleme". Ohne großen Höhengewinn bis ins Kar unterhalb der Struca und Skuta. Am rechten Rand des Schotterkares hinauf, dann nach links queren bis unter die Südostwand der Struca. Über Schrofen (1-2) etwa 100m bis zum eigentlichen Einstieg. Zur Cojzova Koca kann auch aus der Kamniska Bistrica (siehe Kogel) in 2h 30min aufgestiegen werden (markierter Weg von der Talstation der Materialseilbahn).

ABSTIEG // Vom Ende der Schwierigkeiten etwa 80m über Schrofen (2) gerade hinauf bis es schottrig wird. Nun in gleicher Richtung über den Schotterhang links am markanten Gipfelaufbau vorbei und von hinten auf den Gipfel. Dann ein paar Meter hinüber zum Westgipfel; von hier nach Nordwesten etwa 30Hm absteigen bis zum markierten Weg von der Skuta (führt hier auf der Nordseite). Diesen Weg hinab in eine Scharte. Weiter den Weg (kurz über Schrofen) nach Süden folgen bis zur Abzweigung bei der Biwakschachtel. Weiterer Abstieg wie Aufstieg.

 Bilder aus der Tour:

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