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Pfeilerkombi Skuta // Skuta - 2532m // Steiner Alpen


Tourengebiet: Jezersko
Ausgangsort: Bad Eisenkappel bzw. Kranj
Zustiegszeit: 3h 35min
Anspruch: SR3
Absicherung: semialpin
Wandhöhe: 250m
Seehöhe: 2100m
Hm. gesamt: 1600Hm
Exposition: Südwest
Schwierigkeit: 6b+
Material: 1 Satz Cams 0,2-2, 1 Satz Keile, 55m-Doppelseil.
Erstbegeher: Klemen Mali
Ausgangspunkt: Suhadolnik. Parkplatz oberhalb vom Gehöft Suhadolnik bei einer Lichtung.

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Skizze

Übersicht
ANREISE // Von Bad Eisenkappel nach Süden über den Seebergsattel nach Jezersko. Weiter die Straße etwa 10 km nach Süden folgen bis eine Schotterstraße scharf links abzeigt (direkt nachdem die große Straße den Fluss nach links überquert hat; kleiner Wegweiser Suhadolnik) Hierher auch von der anderen Seite von Kranj kommend. Nun die kleine steile Schotterstraße etwa 4 km hinauf (am Gehöft Suhadolnik vorbei) bis zu einer großen Lichtung. Hier parken. Ab Suhadolnik wird die Straße rauer, ist aber für normale Auto noch befahrbar. Wer sein Auto schonen möchte kann auch am Parkplatz knapp unterhalb von Suhadolnik parken ( ca. 30min längere Gehzeit).

CHARAKTER // Über das grauenhafte Verhältnis von Zustieg zu Klettermetern auf der Südseite von Skuta und Struca wurde schon bei den Struca-Touren berichtet. Aber ebenso von der wirklich tollen Felsqualität, die in den slowenischen Bergen ihresgleichen sucht. Diese Felsqualität hat einige slowenische Kletterer um Klemen Mali und Miha Valic dazu veranlasst, die Bohrmaschine hinaufzuschleifen und am markanten Südwestpfeiler der Skuta einige alpine Sportklettertouren zu hinterlassen. Das Ergebnis sind tolle Klettereien in wasserzerfressenem Fels bis 7b+, bei denen man trotz Bohrhaken die Arschbacken zusammenkneifen muss: die Touren sind nie gefährlich, jedoch weit weg von Plaisirkletterrouten – zwischendurch muss auch einiges selbst abgesichert werden.
Die hier vorgestellte Tour ist eine Kombination von zwei Routen ("Cvetje v Jeseni" bzw. "Joska je njen Svet") und stellt die leichteste alpine Sportkletterlinie am Pfeiler dar (die Originallinien sind 7a bzw. 7b).
Die Zustiegszeit kann abgemildert werden, indem man entweder auf der Cojzova Koca (Zustiegszeit von dort noch etwa 1h 40min) oder auf dem einzigartig schönen Bivak pod Grintovcem (45min zu den Wänden) schläft und einfach 2 Touren dort macht. Bei schönem Wetter ist so ein Wochenende dort wirklich wunderschön (Achtung kein Wasser beim Biwak).

ZUSTIEG // Vom Parkplatz kurz die Schotterstraße weiter folgen, etwa 50 m hinter der Lichtung jedoch bei Wegweiser nach rechts abbiegen. Den markierten Steig durch den Wald aufwärts folgen bis zu einer Rinne. Nun die Rinne ein Stück hinauf, dann links abbiegen. Den steilen Hang auf schmalem aber gutem Weg queren in safteres Gelände. Immer dem markierten Weg folgen bis zur Cojzova Koca (Übernachtungsmöglichkeit 1, etwaa 2h 15min). Nun links (nach Norden) den Hang hinauf Richtung "Grintovec/Skuta". nach etwa 150 Hm bei Wegweiser "Skuta" nach rechts abbiegen. Kurz den Weg hinauf, durch kleines Felstälchen und auf der anderen Seite steil hinab (etwa 100 Hm, kurz versichert). Nun wieder nach Norden dem Weg folgen hinauf bis zur Biwakschachtel (etwa 1h von der Hütte). Kurz hinab, dann den rechten Weg folgen Richtung "Planjava/Sleme". Ohne großen Höhengewinn bis ins Kar unterhalb der Struca und Skuta. Am rechten Rand des Schotterkares hinauf bis zum Einstieg beim markanten Plattenpfeiler (siehe Übersichtsbild). Zur Cojzova Koca kann auch aus der Kamniska Bistrica (siehe Kogel) in 2h 30min aufgestiegen werden (markierter Weg von der Talstation der Materialseilbahn).

ABSTIEG // Vom letzten Stand in leichter Kletterei um den Gipfelblock links hinten herum zu einem gebohrten Abseilstand. Von diesem 55m auf ein Band abseilen und dieses orografisch rechts ins Schotterkar ausqueren. Nun dieses Schotterkar wenige Minuten aufwärts in die Scharte zwischen Struca und Skuta, wo man auf den markierten Normalweg von der Skuta trifft. Diesen Weg an der Struca vorbei und hinab in eine Scharte. Weiter den Weg (kurz über Schrofen) nach Süden folgen bis zur Abzweigung bei der Biwakschachtel. Weiterer Abstieg wie Aufstieg.

 Bilder aus der Tour:

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